Zwischen Theorie der Politik und politischer Theorie PDF

Religion scheint in die Politik zurückzukehren. Nachdem insbesondere in den westlichen Gesellschaften lange Zeit die Annahme dominierte, dass religiöse Zwischen Theorie der Politik und politischer Theorie PDF schwinden und religiöse Institutionen ihren Einfluss auf politische Entscheidungen verlieren, wird heute vielerorts das Gegenteil behauptet. Aber war die Religion tatsächlich weg? In Österreich war diese Frage lange Zeit von der Debatte über das Verhältnis von Staat und Kirche geprägt.


Författare: Arthur Guzy.

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Politik – Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 1,0, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Veranstaltung: Politische Theorien, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit stellt zunächst wesentliche Elemente der funktionalistischen Systemtheorie vor, um Luhmanns Konzeption des politischen Systems und dessen Funktion nachvollziehen zu können. Hierbei wird das Verhältnis der Politik zur Gesellschaft beleuchtet, denn Luhmann konzipiert seine Theorie auf der Makroebene der Gesamtgesellschaft. Dies führt uns in einem zweiten Schritt zur beispielhaften Analyse eines speziellen Gebietes des Luhmannschen Theoriegebäudes, das er selbst als soziologische Aufklärung bezeichnet. Darunter werden zeitdiagnostische Beiträge subsumiert, die sich mit modernen Problemkonstellationen der Gesellschaft befassen. Die Problematisierung alltagsweltlicher sowie akteurstheoretischer Ansichten, die Luhmann in diesen Ausführungen aus der Beobachterperspektive zweiter Ordnung vornimmt, soll hier am Beispiel der Kritik des expansionistischen Wohlfahrtsstaates erläutert werden. Die Frage nach der Möglichkeit von politischer Gesellschaftssteuerung wird dabei ein Leitmotiv dieser Analyse sein.
Auf der Grundlage dieser Ausführungen wird im letzten Teil dieser Hausarbeit versucht, hinter die Kulissen der antinormativistischen Theorie der Politik zu schauen. Die These von Stefan Lange, wonach auch diese Konzeption des politischen Systems nicht ohne einen Polity-Rahmen auskommt, der bei Luhmann in der Überhöhung des gesellschaftlichen Differenzierungsmusters zur unhintergehbaren Norm besteht, soll dabei im Vordergrund stehen. Versteckt sich unter dem Deckmantel der universalen Theorie der Politik nicht doch eine politische Theorie?

Staat und Kirche sind heute formal getrennt, tatsächlich ist es aber eine schlampige Trennung, und es gibt eine Fülle von Privilegien, die insbesondere die Mehrheitsreligion gegenüber anderen weltanschaulichen Vereinigungen bevorzugen. Seit der Jahrtausendwende drehen sich Debatten um Religion und Politik hingegen fast ausschließlich um den Islam. Dabei geht es freilich nicht um Religion alleine, sondern vor allem auch um Flucht und Migration, um soziale und kulturelle Integration. Dieser Themenkomplex ist längst ins Zentrum der politischen Auseinandersetzungen gerückt und Symptome einer starken ideologischen Polarisierung sind nicht zu übersehen. Die diesjährige Tagung der IGPB greift diese Fragen auf. Inwieweit wirken sich solche gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen auf die Politische Bildung aus?

Welche Konsequenzen ergeben sich für den Unterricht? Wie kann und soll die Politische Bildung darauf reagieren? Der Jurist und Politikwissenschaftler Anton Pelinka ist einer der führenden Experten Österreichs in den Bereichen Demokratietheorie, Politisches System, Politische Kultur sowie Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. Seit 2002 ist er Professor für Christliche Gesellschaftslehre an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck. Angelika Walser absolvierte ihr Studium der kath.

Theologie und Germanistik in Würzburg und München. Die Politik- und Rechtswissenschaftlerin ist Professorin für Politikwissenschaft an der Fachhochschule Kärnten und u. Wird Religion in Zukunft an Bedeutung gewinnen? Der Politikanalyst und Medienberater Peter Plaikner ist Kolumnist in zahlreichen nationalen und internationalen Medien und seit 2007 Lehrgangsmanager für politische Kommunikation an der Donau Universität Krems.

Für den Pluralismus als normative politische Idee gilt es als erstrebenswertes Ziel, dass es in der Gesellschaft kein Machtzentrum geben soll. Stattdessen soll die Macht auf verschiedene Gruppen ausgewogen verteilt sein und die gesamtgesellschaftlichen Entscheidungen zwischen den Einflussgruppen ausgehandelt werden und zu einem Kompromiss gebracht werden. Als Klassiker der Pluralismustheorie wird der US-Politikwissenschaftler Robert Alan Dahl angesehen. Dieser empirischen Beschreibung wurde insbesondere durch Charles Wright Mills die Kennzeichnung der Machtstruktur der US-Gesellschaft als von einer Machtelite beherrscht entgegengehalten. In neuerer Zeit wird die Untersuchung der Eliten in der Power Structure Research geleistet.

Ein ähnliches Bild entwirft Franz Neumann in seiner Analyse Behemoth der Gesellschaft Deutschlands zur Zeit der Herrschaft des Nationalsozialismus. Dichte der in der industriellen Gesellschaft vorhandenen sozialen Beziehungen stellt sich vor allem als soziale Verflechtung dar, die Hand in Hand geht mit der sozialen Differenzierung, aus der eine Pluralität von Schwerpunkten entsteht. Diese Sichtweise gelte in zugespitzter Weise auch für den Staat, der nicht als über den Gruppen stehend gesehen wird, sondern im Extremfall eine Gruppe unter vielen darstellt und von diesem Wechselspiel der Interessen geprägt werde. Der marxistischen Tradition folgend stellte Urs Jaeggi dem Bild der pluralistischen das der antagonistischen Gesellschaft gegenüber, die von Machtungleichgewichten und Beziehungen der politischen Über- und Unterordnung geprägt sei. Neumann sah den Ursprung der pluralistischen Auffassung in Otto von Gierkes Darstellung der deutschen Rechtsgeschichte, die er als eine merkwürdige Kombination des reformistischen Syndikalismus Proudhons mit neo-thomistischen Soziallehren verstand. Zusammenschluß von Individuen, welche bereits in verschiedenen Gruppen zu einem weitergehenden und umfassenderen Zweck vereinigt sind.

Einbeziehung des Politischen in eine Ebene ohne den Rang, der erst Politik ermöglicht. Wege soll nach Kompromissen gesucht werden, die nach mehrheitlicher Ansicht gerecht sind. Möglichkeit formal geregelter Konflikte, die auf Kompromiss oder Einsicht abzielen. Axel Gehring: Freiheit und Pluralismus: eine Analyse zum Problem der Stabilität einer pluralistischen Gesellschaft. Helbing Lichtenhahn Verlag, Basel 2011, ISBN 978-3-7190-3123-7. Scheuch: Die Macht hat viele Herren. Urs Jaeggi: Macht und Herrschaft in der Bundesrepublik.