Währungsunion oder Wechselkursflexibilität PDF

Januar 1999 zwischen verschiedenen EU-Ländern bestehendes Wechselkursabkommen. Derzeit nimmt am WKM II mit Dänemark nur ein Land teil, nachdem am 1. Währungsunion oder Wechselkursflexibilität PDF 2015 Litauen den Euro eingeführt hat und daher aus dem WKM II ausgetreten ist. Eine mindestens zweijährige spannungsfreie Teilnahme am Wechselkursmechanismus II stellt eines der vier EU-Konvergenzkriterien zur Einführung des Euro dar.


Författare: Alfred Sitz.
In diesem Buch wird untersucht, ob wirtschaftliche Störungen hinsichtlich ihrer Folgen für Produktion und Preisniveau besser durch flexible Wechselkurse oder eine Währungsunion gedämpft werden. Die Analyse erfolgt im Rahmen von Drei-Länder-Modellen mit einer ausführlichen Erklärung der Wirkungsmechanismen sowie in angeschlossenen Simulationsexperimenten. Verzögerte Preis-, unvollständige Lohnanpassung und auch Fehleinschätzung des Schockcharakters charakterisieren – als empirisch besonders relevant – die Marktunvollkommenheiten der untersuchten Modelle.

Typischerweise sind die Ergebnisse eines Störungstyps für die große Zahl untersuchter Varianten weitgehend einheitlich. Dies gilt vor allem für monetäre sowie Produktivitäts- und Güternachfrageschocks in den (potentiellen) Mitgliedsländern der Währungsunion. Die Resultate haben damit auch besondere Aussagekraft für die Europäische Währungsunion.

Stelle des ursprünglichen Europäischen Währungssystems, kurz EWS I, getreten. Der WKM II beruht auf zwei Rechtssäulen. Entschließung des Europäischen Rats über die Einführung eines Wechselkursmechanismus in der 3. Juni 1997 bildet die erste Säule. Deren Inhalt sind die Grundsätze und Ziele sowie die grundlegenden Strukturelemente des Systems.

Die zweite Säule beinhaltet ein Abkommen vom 29. Es existieren vielseitige Gründe für ein Wechselkurssystem zwischen dem Euro und den Währungen der nicht zum Euro-Währungsgebiet gehörenden Staaten. Ein Grundprinzip ist es, die Beeinträchtigung des gemeinsamen Binnenmarktes in der EU zu verhindern. Ein weiterer Grundsatz des WKM II ist die Gleichbehandlung bei der Einführung des Euro. Der WKM II erfüllt zwei wichtige Funktionen. Die erste Funktion beinhaltet, die Wechselkurse der Währungen der am Mechanismus teilnehmenden Mitgliedstaaten am Euro auszurichten.

Das ehemalige Mitglied Litauen des WKM II hatte ein Currency-Board, mit dem der jeweilige Wechselkurs fixiert wurde. Die Fixierung der jeweiligen Landeswährung an den Euro erfolgt beim Currency Boards unilateral. Der WKM II ist eine multilaterale Vereinbarung zwischen dem jeweiligen Mitgliedstaat, den Mitgliedstaaten des Euro-Währungsgebiets, der EZB und anderen am Wechselkursmechanismus teilnehmenden Mitgliedstaaten. Beim WKM II handelt es sich um ein System fester, aber auch anpassungsfähiger Wechselkurse, die innerhalb bestimmter Bandbreiten schwanken können. Die EZB und die betroffene Zentralbank aus dem Nicht-Eurogebiet sind verpflichtet, bei Erreichen der Interventionspunkte automatisch und unbegrenzt an den Devisenmärkten zu intervenieren.