Selam Opera! PDF

Dieser Artikel beschreibt die heutige Komische Oper und ihr Gebäude. Für das gleichnamige selam Opera! PDF in die 1930er Jahre bestehende Opernhaus, siehe Alte Komische Oper Berlin.


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Deutschland wird bunter. Die Kultur ist im Wandel. Was aber geschieht auf den Bühnen, in den Orchestergräben und Intendanzgebäuden? Was muss passieren, damit sich alle Menschen in die Kulturbetriebe eingeladen fühlen? Die Komische Oper Berlin ist das führende Opernhaus im deutschsprachigen Raum, das sich vor und hinter den Kulissen interkulturell öffnet. In diesem Buch wird ihr bahnbrechendes Projekt "Selam Opera!" eindrucksvoll dokumentiert und reflektiert.

Eine Besonderheit des Gebäudes ist die schlicht gestaltete Fassade, das moderne Foyer und die ebenfalls moderne Wandelhalle aus den Jahren des Wiederaufbaus der 1960er Jahre, die im starken Gegensatz zum im Zweiten Weltkrieg weitestgehend unzerstörten neobarocken Innenraum stehen. Im Jahr 1947 begann mit der Gründung der Komischen Oper Berlin durch den österreichischen Regisseur Walter Felsenstein und der Eröffnung am 23. Dezember mit Johann Strauss und seiner Operette Die Fledermaus ein neues Kapitel in der Geschichte des Gebäudes. Einige der Inszenierungen des Regisseurs genießen heute fast legendären Ruhm, so etwa Hoffmanns Erzählungen und Ritter Blaubart von Jacques Offenbach sowie Verdis La traviata. Zwischen 1965 und 1966 wurde das Haus umfangreich modernisiert. Nach Entwürfen des Architekten Kunz Nierade wurde die Fassade neu gestaltet, und es entstand das neue Funktionsgebäude.

Looking Back des norwegischen Künstler-Duos Michael Elmgreen und Ingar Dragset den eisernen Vorhang der Komischen Oper Berlin als lebendigen Museumsraum. Nach dem Tode des Begründers der Komischen Oper war sein Schüler Joachim Herz von 1976 bis 1980 Intendant und Chefregisseur des traditionsreichen Hauses. 1981 wurde Werner Rackwitz Intendant und Harry Kupfer Chefregisseur. Harry Kupfer wurde 2002 von Andreas Homoki als Chefregisseur abgelöst.

2004 übernahm Homoki das Amt des Intendanten und Chefregisseurs. Von 2012 bis voraussichtlich zum Sommer 2022 ist Barrie Kosky Intendant und Chefregisseur der Komischen Oper. Das Opernhaus erhielt 2015 den International Opera Award. Eine Tochtergesellschaft der Swedish Match erwarb das Grundstück 1936. Diese Gesellschaft verlegte ihren Sitz nach dem Zweiten Weltkrieg von Berlin-Charlottenburg nach Westdeutschland.

Nach den vermögensrechtlichen Regelungen des Einigungsvertrages ging das Eigentum auf den Bund über, der das Grundstück in einem Tauschvertrag auf das Land Berlin übertrug. 30 Jahre lang erfolgreich geleitet, zählte zu den auch international renommierten Kompagnien. Zahlreiche Ur- und Erstaufführungen haben dem Ensemble ein eigenes künstlerisches Profil verliehen. Der herausragende und erfolgreichste Choreograf war Tom Schilling.