Rosenapfel und Goldparmäne PDF

Dieser Artikel existiert auch als Audiodatei. Er ist eine wirtschaftlich sehr bedeutende Obstart. Die Frucht des Apfelbaumes wird Apfel genannt. Rosenapfel und Goldparmäne PDF im Obstbau als auch zur Zierde angepflanzt.


Författare: Brigitte Bartha-Pichler.
Rosenapfel und Goldparmäne, Ananasreinette und Fraurotacher. 365 Apfelsorten – jeden Tag eine, das ganze Jahr hindurch.
Den meisten Menschen sind heute nur noch die paar wenigen Apfelsorten geläufig, die in den Regalen der Supermärkte zu finden sind. Viele alte Sorten, die einst von Bedeutung waren, verschwinden – dabei sehnen wir uns nach dem speziellen intensiven Aroma, der Würze und den besonderen Eigenschaften, die Äpfel früher hatten. Das Verschwinden der alten Sorten bedeutet einen Verlust von Kulturgut und Geschmacksvielfalt; ihre Erhaltung – und damit die Erhaltung der genetischen Vielfalt – ist eine Versicherung für die Zukunft.
Dieses Buch führt Sie durch die Kulturgeschichte des Apfels und zeigt Ihnen, begleitet von einer Fülle an Bildern, die Vielfalt der Apfelsorten, die bei uns von Bedeutung waren und es teilweise noch sind. Es führt Ihnen die ganze Palette an Formen, Geschmäckern und Verwendungsmöglichkeiten vor Augen, die Äpfel zu bieten haben, erklärt, woher die verschiedenen Sorten kommen und welches ihre besonderen Anforderungen an Standort und Klima sind.
Ergänzt wird diese Übersicht durch wertvolle Hinweise und praktische Tipps für Äpfel im eigenen Hausgarten sowie durch diverse Rezepte und Anleitungen.
Das Buch entstand in Zusammenarbeit von ProSpecieRara und der Vereinigung Fructus. Beide Organisationen setzen sich für die Erhaltung und Verbreitung alter Obstsorten ein.

Außerdem wird ihnen eine Wirkung als Heilmittel zugeschrieben. Der Kulturapfel ist ein sommergrüner Baum, der im Freistand eine etwa 8 bis 15 Meter hohe, weit ausladende Baumkrone ausbildet. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind oval, rund bis eiförmig oder elliptisch, meist gesägt, selten ganzrandig und manchmal gelappt. Das Holz des Kulturapfels gleicht dem des Holzapfels, hat einen hellrötlichen Splint und einen rotbraunen Kern. Es ist hart und schwer und zählt zu den heimischen Edelhölzern.

Die besten Stücke liefern die mächtigen Stämme der Mostapfelbäume. Einzeln oder in doldigen Schirmrispen stehen die Blüten. Die fünfzähligen, radiären Blüten sind bei einigen Sorten halbgefüllt oder gefüllt, meist flach becherförmig, häufig duften sie und haben meist einen Durchmesser von zwei bis fünf Zentimeter. Der Apfelbaum blüht in Zentraleuropa meist im Mai. Der Blühbeginn des Apfels markiert im phänologischen Kalender den Beginn des Vollfrühlings. Durch die Protokollierung der örtlichen Verschiebungen der Apfelblüte können Rückschlüsse auf allgemein beobachtbare Klimaveränderungen gezogen werden.

Die Apfelblüte ist eine typische Bienenblüte. Dass fünf Prozent der Blüten bestäubt zu Früchten heranreifen, reicht bei Apfel oder Birne für eine Vollernte, während bei Steinobst der entsprechende Anteil 25 Prozent beträgt. Apfels, das normalerweise als Frucht bezeichnet wird, entsteht jedoch nicht aus dem Fruchtknoten, sondern aus der Blütenachse. Die Biologie spricht daher von Scheinfrüchten.

Sie zählen zu den klimakterischen Früchten. Ein beigelegter Apfel und eine Abdeckung lassen Bananen und andere Früchte schneller reifen. Grund ist das gasförmige Pflanzenhormon Ethen, das bei der Nachreifung freigesetzt wird. Beim Rohverzehr wird das harte Kerngehäuse zumeist verschmäht. Der Blausäuregehalt von Apfelsamen ist allerdings sehr gering, sortenspezifisch verschieden und unbedenklich beim Essen von wenigen ganzen Äpfeln.