Maria – Der Reiseführer PDF

Eingang zum Maria – Der Reiseführer PDF, wie er am 29. Juli 1891 von den Entdeckern vorgefunden wurde.


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Sich auf den Weg machen und Maria begegnen – das heißt zugleich: Sich aufmachen zu einem Ort, wo der Schutz und die Fürsprache der Mutter gottes greifbar wurden. Dieser Reiseführer lädt dazu ein, besondere Orte in Deutschland, Österreich, Südtirol
und der Schweiz, die mit Maria verknüpft sind, zu entdecken. Egal ob das oberbayerische Altötting, Mariazell, der Englische Gruß in St. Lorenz in Nürnberg oder »Die Madonna in den Erdbeeren« in Solothurn – der Reiseführer führt an Orte, die von Mariens gnadenvoller Fürsprache zeugen und bietet alle wichtigen Informationen zur Reise, Hintergründe zu Traditionen und Orten sowie Termine besonderer Höhepunkte im marianischen Jahreskreis.

Die heutige Wallfahrtsstätte geht zurück auf die Schriften von Clemens Brentano über angebliche Visionen der Anna Katharina Emmerick, die die letzte Wohnstätte und das Grab der Mutter Jesu detailliert beschrieben haben soll. Brentanos 1852 posthum veröffentlichte Erzählung Das Leben der hl. Brentano-Schriften über Anna Katharina Emmerick weckte seit den 1870er Jahren bei einigen französischen Geistlichen, die von der Zuverlässigkeit der Beschreibungen überzeugt waren, den Wunsch, das Sterbehaus der heiligen Maria in Ephesos zu lokalisieren. Seit 1896 wurden jährliche Wallfahrten zum Haus der Mutter Maria organisiert. In den darauf folgenden Jahren fanden umfangreiche Aufräum-, Restaurierungs- und Ausgrabungsarbeiten an dem Haus und in der Umgebung statt, wo man vor allen Dingen das Grab der Jungfrau Maria aufzufinden versuchte. 1910 überschrieb die Gründerin das Grundstück an den Lazaristenoberen Pater Poulin. Im Ersten Weltkrieg wurde die Gegend zum militärischen Sperrgebiet erklärt und der verlassene Besitz 1917 von den türkischen Behörden konfisziert.

Seitenkapelle konnte wegen Gründungsschäden nicht aufgebaut werden. Das heutige Gebäude ist ein über den aufgefundenen Resten errichteter, weitgehend rekonstruierter Bau, der sich an den Beschreibungen Emmericks orientiert. Die letzten baulichen Eingriffe fanden 1951 zusammen mit den Umbauten der Gesamtanlage statt, mit denen die Wallfahrtsstätte ihre heutige Gestalt erhielt. Nach Ansicht von Archäologen, die das Gelände in den ersten Jahrzehnten nach der Entdeckung begutachtet und z.

Bestandteile des Bauwerks aus dem 5. 1957 auch das angebliche Petrusgrab in Rom untersucht hatte. Die jüngste archäologische Untersuchung wurde nicht an der Kapelle selbst, sondern im Garten der Anlage ca. 80 Meter westlich des Hauses vorgenommen. Im Ruinenfeld von Ephesos befinden sich gut erhaltene Reste der ersten bekannten Marienkirche, die auf eine römische Hallenanlage aus dem 2.

Jahrhundert während der Regierungszeit Kaiser Konstantins errichtet wurde. Von diesen griechischsprachigen Christen wurde auch die Bezeichnung Panaghia-Capouli für das Heiligtum übernommen. Gegen einen Tod Marias in Ephesos spricht die ältere kirchliche Tradition, die von ihrem Aufenthalt in Kleinasien anscheinend nichts wusste und das Grab Marias spätestens seit dem 4. Jahrhundert im Kidrontal im Osten Jerusalems verehrte. Das Bestehen abweichender Traditionen zum Sterbeort Mariens wird erstmals um 375 bei Epiphanios von Salamis bezeugt, der bereits zu dem Schluss kommt, man wisse darüber nichts Zuverlässiges. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Brentano diese Diskussionen und Belegstellen kannte und bei der Abfassung seines Marienlebens, bei der er neben seinen Aufzeichnungen über die Visionen Emmericks umfangreiches Zusatzmaterial benutzte, einbezog.