Geschichte der estnischen Literatur PDF

Hierbei kommen die Buchstaben c, f, geschichte der estnischen Literatur PDF, z, ž, q, w, x und y nur selten, entweder in Fremdwörtern oder fremden Namensgebungen, vor. Die Quantität gilt hierbei als distinktives, also bedeutungsunterscheidendes Merkmal. Je nach Zählweise umfasst das Estnische zwischen 19 und 36 Diphthonge. Die Differenzen ergeben sich aus der Frage, ob es sich bei den Lautverbindungen um verbundene oder verschmolzene Einzellaute handelt.


Författare: Cornelius Th. Hasselblatt.
Die erste ausführliche moderne Monographie zur estnischen Literatur in einer Weltsprache, die nicht aus dem Estnischen übersetzt ist und daher mit dem "Blick von außen" an diese kleine und vermeintlich junge, in ihrer mündlich tradierten Volksdichtung aber sehr alte europäische Literatur herangeht. Die Darstellung ist literatursoziologisch angelegt und behandelt neben den wichtigsten Werken auch das gesellschaftspolitische Umfeld, in begrenztem Maße auch die Biographien der Autorinnen und Autoren. Gleichzeitig ist es eine klassische Gesamtdarstellung, die chronologisch aufgebaut ist: Sie beginnt mit der oralen Volksliteratur, behandelt die Herausbildung einer estnischsprachigen Textproduktion im 18. und 19. Jahrhundert und gelangt über die Darstellung der Literatur des 20. Jahrhunderts zur virtuellen Computerliteratur des 21. Jahrhunderts.

Als schwierig erweist sich jedoch die Filterung standardsprachlicher Diphthonge von jenen, die lediglich in dialektalen Varianten des Estnischen auftreten. Eine konsequente Betrachtung der letzteren Gruppe würde dazu führen, die zweite Liste der Diphthonge erweitern zu müssen. Zeichen kann im Bulgarischen auch noch als oder ausgesprochen werden. Auch bei den Konsonanten gilt die Quantität als distinktiv und wird durch die Merkmale von artikulierendem Organ und Artikulationsstelle sowie der Artikulationsart ergänzt.

Auffälligkeiten ergeben sich auch im Hinblick auf die Plosive, die im Estnischen nicht aspiriert, also behaucht, werden. Im Estnischen liegt der Wortakzent grundsätzlich auf der ersten Silbe. Eine Ausnahme bildet hier jedoch aitäh! Des Weiteren ist für Lehn- und Fremdwörter charakteristisch, dass die Akzentuierung der Ausgangssprache zumeist beibehalten wurde. Bei estnischen Wörtern kann zudem ein Nebenakzent auf der dritten oder einer anderen ungeraden Silbe liegen, was vor allem im Falle der zahlreichen Komposita deutlich wird.

Das Estnische kennt keine grammatischen Geschlechter. Das heißt, dass zwischen Maskulinum und Femininum nicht unterschieden wird. Das gilt auch für Berufsbezeichnungen, so kann das estnische Wort õpetaja sowohl ‚Lehrerin‘ als auch ‚Lehrer‘ bedeuten. Bezüglich der grammatischen Kategorie des Kasus unterscheidet man im Estnischen 14 Fälle. Bei der estnischen Sprache handelt es sich um eine Akkusativsprache, doch ist der Akkusativ als solcher nicht mehr zu erkennen.

Transitiv gebrauchte transitive Verben bereiten naturgemäß die kleinsten Probleme, die Reihenfolge lautet hier: Agens Verb Patiens. Intransitiv gebrauchte transitive Verben werden in der Grundform elliptisch, also sich auf einen obliquen Patiens beziehend, verstanden. Verb vorangehende Substantiv ist also der Patiens. Bedeutung, dass irgendetwas dazu veranlasst wird, eine bestimmte Handlung zu vollführen und anschließend wieder elliptisch gebraucht werden.

Konstruktionen zu bilden: Ma küsin endalt. Gewöhnlich liest man davon, dass der Inessiv im Gegensatz zum Adessiv dann gebraucht werde, wenn etwas sich nicht an einer Seite von etwas, sondern in seinem Inneren befindet. Ah, Günther ist wieder im Land. Allerdings befolgt das Estnische diese Regel flächiger als das Deutsche, wie z. Handschuh in die Hand zu ziehen, das Hemd in den Rücken und die Mütze in den Kopf.

Verben unterliegen im Estnischen den grammatischen Kategorien Modus, Tempus, Genus verbi, Person und Numerus. Die Verneinung ist im Estnischen der des Finnischen ähnlich. Beide Sprachen haben sich jedoch aus gemeinsamen Wurzeln unterschiedlich entwickelt. Die Struktur ei ole wird im Präsens auch dazu genutzt, Aussagen bzw. Allan ist an der Arbeit, nicht zu Hause. Die hv-Kombination wird aber gegenwärtig oft ausgesprochen.

Trotz der geringen Fläche Estlands von 45. Geprägt wurde die Sprachpolitik Estlands im 20. Jahrhundert durch die Geschichte, in der das Land von Dänen, Schweden, Deutschen und Russen besetzt war. Vor allem die von 1721 bis 1918 währende Zeit Estlands als Teil der Ostseeprovinz des Russischen Reiches hinterließ ihre Spuren. Als das Land 1918 seine Unabhängigkeit erlangt hatte, folgte in sprachpolitischer Hinsicht ein bedeutender Wandel. Nachdem der bis 1920 andauernde Unabhängigkeitskrieg durch den Frieden von Tartu beendet worden war, erlangte zunächst jeder Einwohner die Staatsbürgerschaft der Republik Estland.

Ein erneuter Wandel der Situation ging mit dem Zweiten Weltkrieg einher. Nachdem dieser beendet und Estland in die Sowjetunion eingegliedert war, sollte die Sprachpolitik erneut durch die sowjetische Besatzung bestimmt werden. So folgte eine Einführung eines nahezu selbstständigen und vom estnischen unabhängigen russischen Schulsystems und eine erneute Politik der Russifizierung. Die Staatsbürgerschaft konnte nun nicht mehr automatisch erlangt werden. Das Integrationshindernis Sprache sollte beseitigt werden. Mittlerweile muss an allen Schulen des Landes Estnisch unterrichtet werden, sodass bei Beendigung der Mittelstufe das Niveau B2 erreicht ist.