Die Rolle der Frau im Ersten Weltkrieg PDF

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Författare: Anonym.

Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Gesch. Europa – Deutschland – I. Weltkrieg, Weimarer Republik, Note: 1,8, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit dem Alltag der Frauen in der Heimat Deutschlands während des Ersten Weltkriegs. Es wird dargestellt, wie sich das Leben veränderte und welche Rolle die Frau einnahm bzw. einnehmen musste. Dabei werde ich der Frage nachgehen, inwieweit das Engagement der Frauen in dieser Zeit zu einer Neuordnung der Frauenrolle beigetragen hat.
Ziel dieser Hausarbeit ist es darzustellen, dass das kriegsbedingte Engagement der Frauen nicht die Emanzipation vorangetrieben, aber sehr wohl – wenn auch nur für kurze Zeit – zu einer strukturellen und bewusstseinsmäßigen Veränderung der Geschlechterrolle geführt hat.

Die Sensibilisierung für diese Frage nach dem Individuum gehört zum Repertoire einer Geschichtswissenschaft, die auf der Suche nach Wirklichkeit präzisere Antworten finden will. In diesem Zusammenhang waren Privatkorrespondenzen historisch bedeutsamer Persönlichkeiten schon immer ein beliebtes Objekt der Forschung. Die erste Veröffentlichung mit wissenschaftlichem Interesse am Thema stammt von Ortwin Buchbender und Reinhold Sterz . Unter dem Titel Das andere Gesicht des Krieges veröffentlichten sie Auszüge aus Feldpostbriefen. Grundlage bildete die Privatsammlung von Reinhold Sterz, die heute in der Landesbibliothek Stuttgart einzusehen ist. Nur wenige weitere Sammlungen dieser Art existieren, z.

Eine erste Vermutung dafür ist, dass es sich bei Feldpostbriefen um emotional bedeutsame Kommunikate handelt. Im Falle des Heimgekehrten sind die Angelegenheiten, die in den Briefen thematisiert wurden, weitergeführt und schließlich erledigt. Bei Gefallenen und Vermissten hingegen ist zu erwarten, dass die Gedenkkultur eine andere ist. Zweiten Weltkrieg als militärisches Ereignis wird man aus den Feldpostbriefen kaum Neues erfahren, sie haben andere Werte.

Sie geben Einblicke in das Befinden der Betroffenen, in die Auseinandersetzungen und Diskurse des täglichen Lebens. Eine Ehe wird für lange Zeit eine Ehe auf Papier – auf Briefpapier. Die Welt der Heimat war dem Soldaten an der Front bekannt. Er war zumeist unfreiwillig aus Familie und sozialem Umfeld heraus gerissen. Er hatte den Wunsch, an dieser Welt weiter Teil zu nehmen. Immer wieder stellte er Fragen und forderte damit zur Kommunikation auf. Das Medium Brief erlaubte trotz der räumlichen Trennung, dass der Mann weiter am Diskurs beteiligt war.