Die Friedens-Warte Heft 1-2/2015, Jg. 90 PDF

Dies ist ein als exzellent ausgezeichneter Artikel. Gauland war von 1973 bis 2013 Mitglied der CDU. Er war Vorsitzender der AfD Brandenburg. Die Friedens-Warte Heft 1-2/2015, Jg. 90 PDF während des Bundestagswahlkampfes 2017 wurden Aussagen Gaulands mehrfach als rassistisch und revisionistisch aufgefasst.


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Diese Schwerpunktausgabe dokumentiert, dass verdeckte Informationsgewinnung ein Thema der Friedens- und Konfliktforschung ist. Dabei geht es einerseits um Konflikte, die durch geheime und verdeckte Informationsgewinnung erst entstehen, andererseits auch darum auszuloten, inwieweit solche Informationsoperationen nötig sind, um Konflikten vorzubeugen. Die Beiträge im Schwerpunktteil untersuchen die Rolle von Geheimdiensten und Staatsgeheimnissen in der Demokratie, menschenrechtliche Fragen der „bulk surveillance“, den Beitrag von Auslandsgeheimdiensten zur Konfliktprävention, völkerrechtliche Rahmenbedingungen informationeller und medialer Konflikte sowie die Rolle von Vertraulichkeit im Menschenrechts-Monitoring. In that infinite book of secrecy, a little let us read!

Alexander Gauland wurde 1941 als Sohn des 1936 in den Ruhestand versetzten Oberstleutnants der Schutzpolizei Alexander Gauland im sächsischen Chemnitz geboren. Im Bundestag begegnete er seinem Mentor Walter Wallmann, seinerzeit stellvertretender Unionsfraktionsvorsitzender. Aufgrund des guten Ergebnisses der CDU Hessen bei den Kommunalwahlen in Hessen 1977 wechselte Gauland in den Römer nach Frankfurt am Main. Mit der gewonnenen Landtagswahl in Hessen 1987 wurde er als Staatssekretär Chef der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden unter Ministerpräsident Wallmann. Februar 1993 erschien in der Frankfurter Rundschau eine Anzeige, die auf eine öffentliche Diskussion am 24. Als Diskussionsteilnehmer werden neben Gauland Winfried Hassemer, Dieter Hooge und andere genannt. Wie Hans-Joachim Schoeps und Günter Rohrmoser wurde er zu den Konservativen im Umfeld der Union gerechnet.

Gemeinsam mit den CDU-Mitgliedern Konrad Adam und Bernd Lucke sowie Gerd Robanus war er im September 2012 Gründungsmitglied der Wahlalternative 2013. Schnell profitierte die Partei, so Beobachter, von seiner und Adams Berufserfahrung in den Medien. Gauland schärfte mit einem kontrovers diskutierten Grundsatzpapier das außenpolitische Profil der AfD, indem er sich für eine Annäherung an Russland einsetzte. Wissenschaft als konservativ, aber integer galt. Auf dem Parteitag der AfD im April 2017 wurde er gemeinsam mit Alice Weidel zum Spitzenkandidaten für den Bundestagswahlkampf gewählt. Im Bundestagswahlkampf 2017 fiel Gauland mit rassistischen und revisionistischen Äußerungen auf. Bereits bei der Bundestagswahl 2013 war Gauland Spitzenkandidat der AfD Brandenburg, die 6,0 Prozent der Zweitstimmen erhielt.