Das Ja zum Leben und zum Menschen, Band 5 PDF

Es wäre zu schön, um wahr zu sein: Nahtoderfahrungen als schlagender Beweis für die Existenz eines Lebens nach dem Tod. Menschen, die für eine gewisse Zeit klinisch tot waren, berichten nach das Ja zum Leben und zum Menschen, Band 5 PDF Reanimation von fantastischen Erfahrungen in einer jenseitigen Welt – ohne dafür Kirchensteuern zu verlangen.


Författare: Wolfgang Nein.
Manchmal erscheint uns das Leben wie ein Irrgarten. Wir würden gern den Weg hinaus in die Freiheit finden. Das Leben kann für uns auch wie ein Labyrinth sein. Auf den verschlungenen Pfaden suchen wir den Weg in die Mitte, den Ort, wo wir zur Ruhe kommen können, wo sich für uns Wesentliches von Unwesentlichem unterscheidet, wo wir mit uns selbst und unserem Sein eins werden können. Die Predigten dieses Buches begleiten uns bei der Suche in beide Richtungen.

Denn in einer Zeit, in der die etablierten Kirchen weniger Zulauf haben und innerlich eher abgelehnt werden, sucht sich die offensichtlich immer noch vorhandene religiöse Sehnsucht einen übernatürlichen Ersatz. Sind die Nahtoderfahrungen nicht reines Wunschdenken? Die Wissenschaftler streiten sich: Ist das vielleicht alles nur ein evolutiver Hormonausstoß? Eine körperliche Reaktion, um das Sterben zu versüßen? Alles das will ich in dieser Katechese zwar auch kurz beleuchten.

Aber noch wesentlicher ist für uns Christen die Frage, ob wir aus den Nahtoderfahrungen etwas über unseren Glauben erfahren – und ihn vielleicht korrigieren müssen. Zunächst wollen wir das Phänomen näher eingrenzen. Siehst Du das Licht am Ende des Tunnels? Licht im Tunnel nur die nahende U-Bahn. Auch eine Art von Nahtoderfahrung, allerdings der makaberen Art. Nahtoderfahrungen sind seit den siebziger Jahren vor allem durch Bücher von Elisabeth Kübler-Ross und Raymond A. Menschen haben vor ihrem Tod besondere Erlebnisse, die den Berichten der Reanimierten gleichen.

Für wissenschaftliche Studien bevorzugt man heute die Berichte der Reanimierten, da sie diese selbst erzählen können. Denn es ist schon faszinierend, dass Menschen, die unter Narkose stehend klinisch tot waren, überhaupt bewusste Erfahrungen machen. Faszinierend ist nicht nur die Existenz solcher Erfahrungen – sondern auch ihre Einheitlichkeit. Betroffenen zuvor noch nie von der Existenz der NTE gehört hatten. Vier Jahre lang haben der niederländische Herzspezialist Pim van Lommel aus Arnheim und der Psychologe Ruud van Wees von der Universität Utrecht eine nach vergleichbaren Kriterien zusammengesetzte Gruppe von Herzpatienten beobachtet, von Menschen, die ganz kurz – höchstens zwei Minuten lang – klinisch tot waren. Die Gruppe um Pim van Lommel vom Hospital Rijnstate in Arnheim untersuchte 344 Patienten, die ein- oder mehrmals einen Herzstillstand erlitten hatten und dann wiederbelebt worden waren. Die Patienten wurden befragt, ob und welche Erinnerungen sie an die Zeit ihrer Bewusstlosigkeit hatten.