Beiträge zur Geschichte der Cistercienser-Stifte PDF

Das Zisterzienserkloster Hohenfurth wurde 1259 vom böhmischen Oberstmarschall Wok von Rosenberg gegründet und mit zwölf Mönchen aus dem Stift Wilhering bei Linz besiedelt. Um 1530 umfasste beiträge zur Geschichte der Cistercienser-Stifte PDF Grundherrschaft der Abtei Hohenfurt die Märkte Hohenfurth und Höritz sowie 108 Dörfer. Im Dreißigjährigen Krieg musste das Kloster zahlreiche Einquartierungen und Plünderungen erdulden, und der Konvent war zeitweise in anderen Klöstern untergebracht. Jahrhunderts wurden unter Abt Leopold Wackarž, der 1891 zum Generalabt des Zisterzienserordens gewählt worden war, umfangreiche Baumaßnahmen vorgenommen, die sich auch auf die inkorporierten Pfarreien erstreckten.


Författare: Anonymous.
Beiträge zur Geschichte der Cistercienser-Stifte – 3. Band ist ein unveränderter, hochwertiger Nachdruck der Originalausgabe aus dem Jahr 1891.
Hansebooks ist Herausgeber von Literatur zu unterschiedlichen Themengebieten wie Forschung und Wissenschaft, Reisen und Expeditionen, Kochen und Ernährung, Medizin und weiteren Genres. Der Schwerpunkt des Verlages liegt auf dem Erhalt historischer Literatur. Viele Werke historischer Schriftsteller und Wissenschaftler sind heute nur noch als Antiquitäten erhältlich. Hansebooks verlegt diese Bücher neu und trägt damit zum Erhalt selten gewordener Literatur und historischem Wissen auch für die Zukunft bei.

Mit der nach der Gründung der Tschechoslowakei durchgeführten Bodenreform verlor das Kloster einen Teil seines Großgrundbesitzes zugunsten des neu gegründeten Staates. Trotzdem konnte Abt Tecelin Jaksch die Renovierung der Klosterkirche und weiterer Kirchen und Pfarrhöfe veranlassen. Eine größere Katastrophe für das Kloster folgte jedoch mit der Besetzung des Sudetenlandes nach dem Münchner Abkommen von 1938. Das Gebiet wurde politisch dem damaligen Gau Oberdonau und kirchlich der Diözese Linz angeschlossen. Nach Kriegsende bemühte sich Abt Tecelin Jaksch intensiv um eine Rückkehr des Konvents und die rechtmäßige Rückgabe der Besitzungen. Der Bestand des Klosters schien gesichert zu sein, nachdem ihm die Rückkehr mit Unterstützung des ebenfalls zurückgekehrten Präsidenten Edvard Beneš gelang. Nach 1950 dienten die Klostergebäude als Kaserne der Tschechoslowakischen Armee.

Später wurden Grenzschutztruppen einquartiert, die für die Bewachung der nahen österreichischen Grenze, den sogenannten Eisernen Vorhang, benötigt wurden. Der letzte Hohenfurther Abt Tecelin Jaksch wurde 1949 zum Apostolischen Administrator von Stift Rein ernannt. Mai 1954 versuchte der letzte Pfarrer und Dekan von Hohenfurth, P. Nach der politischen Wende von 1989 konnten zwei Patres nach Vyšší Brod zurückkehren, wo sie sich um eine Erneuerung des klösterlichen Lebens bemühen. Dabei wurden sie mit materieller Hilfe aus Österreich, vor allem aus dem Stift Heiligenkreuz unterstützt. Die Besucher des Stiftes können an Gottesdiensten teilnehmen und die gotische Kirche, den Kreuzgang, den Kapitelsaal, die Barockbibliothek und eine Reihe von Kunstgegenständen in Ausstellungen der Stiftssammlungen besichtigen.