Auf der Suche nach dem verlorenen Realen PDF

Tee taucht, wird er unwillkürlich in seine Kindheit zurückversetzt. Im Juli zieht er sich von der Welt zurück, um seinen Roman zu schreiben, von dem der erste Entwurf im September 1912 fertig wird. Während der Kriegsjahre überarbeitete Auf der Suche nach dem verlorenen Realen PDF den Rest seines Werkes, vertiefte seine Empfindungen, Struktur und Interpretation, entwickelte die realen und satirischen Elemente weiter und verdreifachte seine Länge. Ein Ich-Erzähler berichtet von seinem Leben und vom Vorgang des Sich-Erinnerns.


Författare: Alain Badiou.

Die Behauptung unumgänglicher ökonomischen Zwänge ist in unserer kapitalistischen Wirklichkeit allgegenwärtig, konstatiert Alain Badiou. Er bricht auf zu einer Suche nach dem emanzipativen Potenzial dieses Realen, das er auf drei unterschiedlichen und einander ergänzenden Denkwegen, für die die Namen Molière, Lacan und Pasolini stehen, umkreist.
Auf seiner Suche begleiten Badiou drei prominente Denker: Molière als "Eingebildeter Kranker" zeigt ihm die Dialektik von Schein und Wirklichkeit sowie die Querverbindung zwischen Theater und Demokratie. Jacques Lacan wird, ausgehend von seiner Definition des Realen als "Unweg der Formalisierung", nach dem Verhältnis von Mathematik und Politik befragt. Schließlich macht Badiou sich Pier Paolo Pasolini mit dessen Gedicht "Gramscis Asche" zum Komplizen, indem er den Begriff des Realen mit dem der Geschichte verknüpft, um – gegen das proklamierte "Ende der Geschichte" – die Möglichkeit eines "Realen der Geschichte" und damit einer emanzipativen Bewegung auszuholen.

Der Roman spielt im Frankreich des Fin de siècle in der gehobenen Gesellschaft. Der Ich-Erzähler stammt aus einer Familie des Pariser Bürgertums, die den Sommer üblicherweise bei Verwandten auf dem Land verbringt. Als er alt genug ist, einen Beruf zu wählen, weckt ein Theaterbesuch in ihm das Interesse für Kunst und er will Schriftsteller werden. Allerdings hindern ihn seine schwache Gesundheit und seine Trägheit daran, ein literarisches Werk zu schaffen.